Am Stadtrand von Shyness, wo ewige Dunkelheit herrscht und die Grenzen
vor merkwürdiger Energie knistern, trifft Wolfboy im Diabetic Hotel ein
seltsames Mädchen. Sein Name ist Wildgirl und es erklärt Wolfboy zum
Fremdenführer für eine Nacht. Auf ihrer Tour durch Shyness kommen sie
den Gangs der zuckerabhängigen Kids in die Quere. Ein waghalsiges
Abenteuer beginnt, in dem Wolfboy und Wildgirl nicht nur verrückten
Affen, ewigen Träumern, Döner verkaufenden Wahrsagerinnen und
teuflischen Psychiatern begegnen, sondern auch der ganz, ganz großen
Liebe – denn eine Nacht ist lang genug, um zwei Leben für immer zu
verändern.
Meine Meinung:
Das
Buch „ Die Nacht von Shyness“ ist ein Jugendbuch, das mich in keinster
Weise überzeugen konnte. Bereits am Anfang traten Zweifel auf, ob die
Geschichte mich noch mitreißen kann, aber mein Gefühl war richtig, der
ersehnte Leserausch blieb aus. Außerdem hatte ich meine Mühe es
überhaupt gänzlich fertig zu lesen, doch ich habe mich tapfer
durchgeschlagen, obwohl dieses Buch für mich eine Enttäuschung war.
Einzig und alleine das Cover , das im Dunkeln leuchtet, finde ich gut
und auch das enthaltene kleine Notizheft , indem man seine eigene
Nachtgedanken festhalten kann, stoßen bei mir auf Zuspruch. Doch dann
lässt meine Begeisterung auch schon Stück für Stück nach. Die
Schreibweise der Autorin ist ziemlich jugendlich gehalten, was nicht
schlecht ist, und auch die 2 verschiedenen Erzählperspektiven der beiden
Hauptpersonen Wildgirl und Wolfboy gefallen mir eigentlich, jedoch ist
der Inhalt so gar nicht nach meinem Geschmack. Die Story ist sehr
abstrakt, bzw. abgedreht, aber dennoch zu normal um doch noch
faszinierend zu werden. ---------- Wildgirl, die sich von ihren
Schulproblemen in einer Bar ablenken will, trifft dort auf einen Jungen
der sie nicht nur fasziniert, sondern der auch scheinbar ziemlich gut
heult und ziemlich stark beharrt ist. Daher anscheinend der Name Wolfboy
(was nur eine Vermutung ist, da dies nicht wirklich im Buch erklärt
wurde). Spontan beschließt sie sich ihm anzuschließen, damit er ihr die
Nacht, die in Shyness fortwährend anzudauern scheint zeigt. Während sie
zusammen zu einer Wahrsagerin gehen , die Döner verkauft und sich
langsam näher kommen, machen sie auch unfreiwillig Bekanntschaft mit
einer Gruppe von Kidds und deren Koboldäffchen. Kurze Erklärung: Die
Kidds sind für die Menschen in Shyness anscheinend furchteinflößend,
obwohl sie alle Kinder und Zuckerjunkies sind….Nun ja , die beiden
werden von einer Gruppe überfallen, und bald merkt Wolfboy dass sie ihm
etwas wichtiges gestohlen haben. Schließlich überredet Wildgirl ihn
dazu, zusammen in die Höhle der Löwen einzubrechen, um seinen verlorenen
Gegenstand zurückzuholen. -------------- So , mehr gibt es eigentlich nicht zum Inhalt zu sagen, ohne noch mehr davon zu verraten. Spannung
fehlt gänzlich, und der Showdown auf dem Dach, war nicht wirklich
packend. Auch den beiden Charakteren konnte ich nichts abgewinnen und
mit ihnen mitfiebern konnte ich auch nicht, da ich keinen Bezug zu ihnen
aufbauen konnte. Denn ihre Beweggründe erschlossen sich mir nicht
wirklich….dass ein Mädchen mit einem wildfremden Jungen mitgeht…..und
dass sie beide ein solches Risiko eingehen, für einen ziemlich
fragwürdigen Grund… Doch es gibt noch einiges zu meiner Rezension
beizufügen. Und zwar dass ich nicht nur die Koboldäffchen und die Gruppe
Kidds für ziemlich merkwürdig fand, sondern dass ich am Ende genauso
schlau wie vorher war, da nicht wirklich viel erklärt wurde, bzw.
aufgeklärt wurde. Viele ungereimte Fragen, ohne Antworten und ein
offenes Ende….na danke! Laut anhängendem Interview der Autorin soll es
zwar eine Fortsetzung geben, diese wird aber sicherlich nicht meine
Lesebereitschaft wecken.
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